So finden Sie mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit

Sie kennen das bestimmt: Das gleiche Aufgabenpensum bewältigen Sie an dem einen Tag fast spielerisch und Sie gehen zufrieden in den Feierabend. An einem anderen Tag quälen Sie sich durch den Tag. Sie sind gestresst, gereizt und schnell erschöpft. Leider sind diese quälerischen Tage für viele Berufstätigen schon fast normal.

Es gehört zum Alltag, dass unsere Stimmung mal gut – mal schlecht ist. Das erleben wir jeden Tag. Vielleicht ist es ja Zufall, wie wir drauf sind. Viele denken ja, sie können selbst ihre Stimmung wenig beeinflussen: Es ist halt einfach alles zu viel und da braucht man sich nicht wundern, wenn abends nichts mehr geht.

ROC1243_20110603Doch neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Schon ein kleiner Moment des Ärgers oder der Sorge kann schlechte Stimmung erzeugen. Diese unangenehme Verfassung hält sich dann möglicherweise den ganzen Tag und noch darüber hinaus. So mancher landet schließlich in der Depression.

Die WHO prognostiziert, dass 2020 die Erkrankung Depression weltweit die zweithäufigste Krankheit sein wird. Das sind düstere Aussichten.

Sicher wollen Sie nicht depressiv werden oder etwa doch!?

Kein Mensch muss wegen eines hohen Arbeitspensums depressiv werden oder einen Burnout bekommen.

Es gibt andere Wege des Umgangs.                                                                                                   Ein glückliches und ausgeglichenes Leben ist auch für Sie möglich!

Dafür sollten Sie wissen:

  • Wenn erste Anzeichen von Traurigkeit, Verunsicherung oder Reizbarkeit kommen, schadet uns im Grunde nicht diese unliebsame Stimmung, sondern schädlich ist vielmehr die Art und Weise, wie wir mit ihr umgehen. Auf das WIE kommt es an.
  • In der Regel ist unsere erste Reaktion auf eine schlechte Stimmung: Wir wollen sie loswerden. Meist fangen wir an zu kämpfen – wir sind im Kampfmodus: Die schlechte Stimmung soll verschwinden und zwar sofort! Wir blasen ihr den Marsch. Doch: Je mehr wir kämpfen, desto tiefer sinken wir in die dunkle Verfassung. Wir erreichen genau das Gegenteil.

Diese Zusammenhänge möchte ich Ihnen jetzt erklären. Dazu ist es notwendig zu verstehen, wie unser Geist arbeitet.

Bemerken wir erste Zeichen von schlechter Laune, suchen wir wie ein Detektiv nach der Ursache. Wir wollen herausfinden, was hat die schlechte Verfassung ausgelöst. Wir glauben nämlich, wenn wir die Ursache kennen, ist die schlechte Stimmung ganz schnell aufzulösen. Diese Vorgehensweise funktioniert wunderbar bei einem Defekt im Auto. Da sollte bitteschön der Mechaniker den Grund finden und beheben. Wir Menschen ticken anders und deswegen funktioniert dieses Vorgehen so schlecht.

Es geht uns dann so, als wären wir in einen Wasserstrudel geraten: Je heftiger wir gegen die Strömung ankämpfen, umso mehr werden wir vom Wasser hinuntergezogen. Und irgendwann geben wir erschöpft auf und das kann im Wasser sogar tödlich ausgehen. Die Empfehlung ist, sich mit der Strömung treiben zu lassen, bis sie uns wieder freigibt.

Die Ursachenforschung für eine schlechte Stimmung treibt uns geradewegs in den Gedanken-Strudel hinein.

Sie können sich das so vorstellen: Sie bemerken eine leichte innere Verstimmung und schon bemühen Sie sich gedanklich herauszufinden, was bringt Sie jetzt in diese Stimmung und wie könnten Sie sie schnell wieder loswerden.

Tipp: Beobachten Sie sich mal selbst und schauen sich dabei zu, was Sie tun, wenn z.B. ein kleiner Ärger-Gedanke auftaucht.

Während Ihr Geist in den vielen Gehirnwindungen nach der Ursache forscht, stößt er dabei viel zu schnell auf alten Gram – auf bekannte Sorgen – gewohnten Ärger und schon ist die Stimmung noch weiter im Keller. Ganz nebenbei meldet sich zu allem Unglück noch der innere Kritiker und flüstert uns penetrant ins Ohr, wir seien selbst schuld und sollten uns endlich mehr anstrengen. Wir verlieren uns in einem Teufelskreis aus Schuldzuweisungen und Eigenverurteilungen.

Aus einem kleinen Moment des Ärgers wird eine langanhaltende schlechte Stimmung.

Immer wenn unser Verstand nach der Ursache und der Lösung sucht, scannt er alle abgespeicherten Informationen, die so ähnlich sind, durch. Auf dieser Suche werden dann eben alle älteren Ärger-Informationen mit dem jetzigen Ärger verglichen und gleichzeitig auch aktiviert. Das geschieht so blitzschnell, dass wir es gar nicht richtig mitbekommen. Dieser Mechanismus hat uns vor vielen Jahren das Überleben gesichert und ist fest in unserem Gehirn verdrahtet.

So reichen wenige ärgerliche Gedanken aus, um eine ganze Ärger Lawine loszutreten. Stunden – Tage und Wochen hält sich die düstere Stimmung. Leider haben solche selbstschädigenden Gedanken eine unglaubliche Macht. Ein negativer Gedanke zerrt den nächsten alten negativen Gedanken ans Tageslicht und so weiter und so fort.

Ob wir wollen oder nicht, ein kleiner Moment der Frustration, des Ärgers oder der Beunruhigung reicht aus, um alte Erinnerungen zu aktivieren. Und bevor wir es schnallen, versinken wir in einem Strudel voller negativer Emotionen. Wir haben dann den Eindruck, die miese Stimmung kommt wie aus heiterem Himmel angeflogen.

Vielleicht fragen Sie sich selbst: „Warum bin ich heute so verärgert – müde – traurig?“

Jetzt kommt die gute Nachricht: Wir können definitiv nicht verhindern, dass unangenehme Erinnerungen, selbstkritische Gedanken und Werturteile hochkommen, aber wir können sehr wohl beeinflussen, was als Nächstes passiert. Wir können die Negativ-Spirale stoppen. Wir können die Kaskade negativer Emotionen aufhalten.

 

eine kleine Auszeit für dich

Achtsamkeit stoppt die Ärger Lawine und schützt vor Burnout

Wir Menschen sind in der Lage zu denken und bewusst diesen Denkprozess zu beobachten. Anders ausgedrückt, wir können unserem Geist bei seiner Arbeit zuschauen und dann kriegen wir mit, wie wir uns immer tiefer in die schlechte Stimmung bringen. Diese Fähigkeit muss allerdings trainiert werden und zwar regelmäßig.

Mit Hilfe einer Achtsamkeitspraxis bekommen wir Abstand zu unseren automatischen Gedankenprozessen. Gleichzeitig werden uns selbst gegenüber geduldiger und mitfühlender. Achtsamkeit führt uns Schritt für Schritt aus dem Feld der inneren Unruhe, Stress und Verstimmtheit heraus.

  • Achtsamkeit lehrt uns im wahrsten Sinne des Wortes, dass es in Ordnung ist, mal traurig – mal ärgerlich zu sein.
  • Achtsamkeit verhindert erfolgreich, dass wir mit unseren Gedanken alles noch schlimmer machen.
  • Achtsamkeit lehnt auch nicht das natürliche Streben unseres Verstandes ab, Probleme zu lösen.
  • Achtsamkeit verschafft uns Zeit und Raum, die bestmögliche Lösung zu finden und eben nicht den automatischen Impulsen zu folgen.

Eine Achtsamkeitspraxis ist einfach und doch manchmal so schwer umzusetzen. Vielleicht denken Sie jetzt, wie soll ich das auch noch hinkriegen.

Deswegen meine Einladung an Sie, fangen Sie mit kleinen Achtsamkeitsübungen an:

  • Die 1-Minuten-Übung (die Beschreibung finden Sie hier).
  • Drei Minuten Atem Raum. Eine Anleitung für diese Übung können Sie sich hier herunterladen – hier klicken.
  • Wählen Sie eine Alltagstätigkeit, wie z.B. Zähneputzen, Kaffee kochen aus und führen Sie diese Aktivität mit geballter Achtsamkeit aus, also ganz bei diesem Tun sein.

Sollten Sie Fragen haben – melden Sie sich, ich bin gerne für Sie da: info@brigittehettenkofer.de

Sollten Sie an einem Achtsamkeits-Workshop in Frankfurt am Main teilnehmen wollen, dann klicken Sie hier

Achtsamkeit ist ein hoch effektiver Burnout-Schutz.

Wenn Sie noch mehr über das Thema Achtsamkeit erfahren wollen, dann schauen Sie regelmäßig hier vorbei. Auch so manche Übung werden Sie finden.