Mit Burnout ist nicht zu spassen

Vielleicht können Sie das Wort „Burnout“ schon nicht mehr hören, weil es so oft und mittlerweile auch inflationär gebraucht wird. Gleichzeitig ist Burnout gerade in unserer modernen Welt sehr ernst zu nehmen. Die Betroffenen und auch ihr Umfeld leiden sehr. Das ist der Grund, dass ich heute mal zur Aufklärung beitragen will. Der Begriff Burnout ist eine Metapher für einen Strauß von Symptomen. Natürlich brennt niemand von uns im wörtlichen Sinne aus. Burnout oder Ausbrennen meint einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung aufgrund einer länger andauernder Überlastungsphase. Die Überlastung kann beruflicher Art oder auch privater Natur sein oder eine Mischung von beidem. Mittlerweile ist Burnout so populär, dass heute jeder in seinem Umfeld einen Betroffenen kennt oder vielleicht sogar selbst damit zu tun hat. Dieses Phänomen stellt das Leben der Betroffenen und auch ihrer Angehörigen auf den Kopf. Es kann zu schweren Konflikten am Arbeitsplatz und auch im Privatleben führen. Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit sind eine häufige Folge. Einige treibt Burnout sogar in den Freitod. Damit Burnout nicht zu einer heimtückischen Gefahr wird, kläre ich Sie darüber auf:

So entsteht ein Burnout

Burnout ist ein schleichender Prozess der Überforderung. Burnout-Kandidaten sind in der Regel sehr pflichtbewusst und leisten gerne und richtig viel. Ihr Umfeld freut sich über ihre hohe Einsatzbereitschaft und Engagement. Auf sie kann man sich verlassen. Grundsätzlich ist nichts gegen Einsatzbereitschaft und Engagement einzuwenden, wenn genügend Zeit für Erholung und Entspannung bleibt. Burnout-Betroffene haben meist sehr hohe Ansprüche an sich selbst: Sie wollen einen guten Job im Beruf machen und für ihre pflegebedürftigen Eltern da sein. Sie wollen eine tolle Mutter sein und Karriere machen und für ihre Freunde da sein. Da kommt es schon mal vor, dass spätabends oder am Wochenende noch unerledigte Aufgaben gemacht werden. Eine Zeitlang geht das gut, bis es kippt und die hohen inneren Ansprüche arten in puren Stress aus. Ich meine hier nicht den Eu-Stress, der uns Kraft gibt anstatt nimmt. So manches Mal gesellt sich noch ein zusätzliches Problem oder eine zusätzliche Aufgabe zu dem eh schon zu hohen Pensum und dann übernimmt der Körper das Stopp-Signal:

Nichts geht mehr!

Betroffene und auch ihr Umfeld können das gar nicht verstehen, denn bis gestern hat es doch noch funktioniert, wenn auch mit hoher Anstrengung.   Hier mal ein andersartiger Versuch, Burnout zu beschreiben:

Burnout ist letztlich die gesunde Antwort auf ein übervolles Leben.

So wie ein Schiff, das überfrachtet ist und kippt, kippt auch die anfänglich hohe Leistungsfähigkeit in die totale Erschöpfung. Leistungssportler kennen das gefürchtete Symptom des Übertrainings und achten sehr darauf, Erholungsphasen einzulegen.

Burnout entsteht durch einen hohen Stresspegel und mangelnder Erholungszeiten.

Jetzt stellt sich die Frage, warum steigen Burnout-Kandidaten nicht einfach aus der Überforderungsspirale aus und nehmen sich wieder Zeit für Erholung und die schönen Dinge des Lebens. Dazu sollte man wissen, das bei chronischen Dauerstress der Körper ein hohe Dosis Stresshormone ausschüttet und die leisten ganze Arbeit. Das Stresshormon Cortisol bewirkt, dass die Nerven sich nicht mehr richtig verschalten – ihre Zusammenarbeit ist gestört. Eine Folge davon ist, dass die Selbstreflexion nicht mehr funktioniert. Gerade eine kritische Selbsthinterfragung wäre so wichtig, um aus dem Hamsterrad aussteigen zu können und sich selbst wieder Gutes zu tun. Wenn jedoch die Areale für Selbstreflexion, für Emotionssteuerung und Kreativität, usf. nicht mehr angesteuert werden können, weil eben das Cortisol die Verbindung dorthin kappt, macht der Betroffene immer weiter im gewohnten Modus. Er findet keinen Ausweg. Anders ausgedrückt: Es findet eine gewisse Persönlichkeitsveränderung statt. Das ist ein Grund dafür, dass sich Burnout-Betroffene von ihrem sozialen Umfeld zurückziehen. Sie fühlen sich häufig missverstanden. Ein bewusster und selbst bestimmter Ausstieg wird immer schwieriger. Burnout beginnt mit einer hohen Belastung – Dauerstress wird normal und die Betroffenen fühlen sich überfordert und gleichzeitig schuldig, dass sie ihr Pensum nicht schaffen. Das ist ein gefährlicher Teufelskreis. Um zu beweisen, dass sie ihr Pensum doch noch schaffen, strengen sie sich noch mehr an und übergehen ihre Bedürfnisse nach Erholung und Entspannung. Von meinen Teilnehmern und Teilnehmerinnen höre ich oft, dass sie es einfach nicht verstehen können, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr bewältigen können – es ging doch früher auch. Zu allem Überfluss vergleichen sie sich mit Kollegen, die ihr Pensum schaffen.

So erkennen Sie einen Burnout

Burnout zu erkennen ist nicht ganz einfach, weil er sich individuell sehr verschieden zeigt. Die Stressforscher zählen so ca. 140 Stress-Symptome. Z.B. der eine reagiert mit Verstopfung und der andere mit Durchfall. Und selbst diese beiden Symptome können durchaus auch eine ganz andere Ursache haben. Die inneren Alarmglocken sollten beifolgenden Anzeichen angehen:

  • Sie können sich in Ihrer freien Zeit nicht mehr erholen
  • Sie können von der Arbeit nicht mehr abschalten
  • Sie schlafen schlechter als gewohnt (schwer einschlafen – öfter oder zu früh aufwachen)
  • Sie reagieren häufiger gereizt und genervt
  • Sie können sich schlecht konzentrieren und sind vergesslicher
  • Sie haben körperliche Beschwerden – Symptome, wie z.B. Verspannungen, häufige Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen – um nur einige zu nennen.

 

So können Sie einem Burnout gegensteuern

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Schon kleine Schritte können viel bewirken. Das Wichtige dabei ist, es wirklich zu tun und nicht nur darüber nachzudenken: „Ich könnte ja mal …!“

Hier ein paar Anregungen und Ideen:

  • Regelmäßige Mikropausen in den Arbeitstag einbauen, wie z.B. eine Minute nur auf den Atem achten.
  • Drei einfache Achtsamkeits-Übungen, hier geht es zum Download.
  • Achtsamkeitsübungen praktizieren, z.B. einen MBSR – Kurs belegen.
  • Am Ende eines Arbeitstages drei Dinge aufschreiben, die gut gelungen sind.
  • Regelmäßig ungeplante freie Zeit sich gönnen.
  • Entspannungstechniken praktizieren, z.B. einen Kurs dazu buchen.
  • Wichtige Aufgaben von unwichtigen Aufgaben trennen und das Unwichtige sein lassen.
  • Nein-Sagen lernen, auch wenn es schwerfällt.
  • Die eigenen hohen Ansprüche hinterfragen und runterschrauben.
  • Wichtige Beziehungen pflegen – nehmen Sie sich dafür Zeit.
  • Für guten und ausreichenden Schlaf sorgen.

Mit Neuroimagination® Dauerstress nachhaltig stoppen.

Zum Schluss möchte ich Ihnen eine innovative und sehr wirkungsvolle Mentaltechnik Neuroimagination® kurz vorstellen. Neuroimagination® ist eine Kombination von:

  • Atemtechnik
  • Rechts-Links-Aktivierung der beiden Gehirnhälften
  • Absenkung der Herzfrequenz
  • Visualisierung innerer Bilder
  • Aufmerksamkeitsfokussierung
  • Verankerungstechnik aus der Hypnose

Diese nachhaltige Stressmanagement-Technik ist von Horst Kraemer in der Schweiz entwickelt worden. Der anerkannte Stressforscher Professor Manfred Schedlowski, Universität Duisburg-Essen hat in einer Studie Wirksamkeit bestätigt. So wirkt Neuroimagination®: die Methode beeinflusst die Hormonproduktion, insbesondere die Stresshormone: Adrenalin und Kortisol. Mit Neuroimagination® können alte oder neuere Stressspeicher (Blockierungen) aufgelöst werden. Die Nervenbahnen von erlernten und oft lang trainierten Blockaden werden im Gehirn überschrieben. Dazu kreieren Sie eine innere Vorstellung, ein inneres Bild von einem idealtypischen Zustand – so wie Sie sich Ihr Leben wünschen. Mit diesem Vorstellungsbild entsteht im Gehirn eine physiologische Realität. Diese neue Realität hilft Ihnen, Ihre Lebenssituation selbstbestimmt zu steuern. Ihre Lebensqualität kann sich nachhaltig verbessern. Neuroimagination® können Sie als Selbst-Coaching einsetzen, um gelassener zu werden und sich selbst in eine angenehme und positive Stimmung zu bringen. Für den Fall, dass Sie Fragen haben, bin ich gerne für Sie da – Tel.Nr. 069 580 33 766 Ich wünsche Ihnen gute Erholung und bleiben Sie gesund Ihre Brigitte Hettenkofer                           Merken Merken Merken