❤Schauen Sie auf das Gute im Menschen – auch bei sich selbst. Feiern Sie jede kleine oder größere gute Tat.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass gerade in Katastrophen die Menschen ihre guten Seiten leben und sich gegenseitig unterstützen.  Der Historiker und Journalist Rutger Bregman schildert in seinem Buch „Im Grunde gut“ zahlreiche Beispiele von Hilfsbereitschaft. Auch Neurowissenschaftler gehen mittlerweile von einer „basic goodness“ im Menschen aus.

Es gibt das Disaster Research Center in der University of Delaware. Dieses Institut hat auf Grundlage von 700 Feldstudien festgestellt, dass nach einer Katastrophe nie die totale Panik ausbricht, auch keine Welle von egoistischem Verhalten. Die Zahl der Verbrechen nimmt in der Regel ab. [1]

Trotzdem hält sich der Mythos: Der Mensch ist von Natur aus egoistisch äußerst hartnäckig. Dazu tragen auch die Medien bei, die voll von negativen Nachrichten sind.

❗ Wie wäre es, wenn wir wagen, an das Gute im Menschen zu glauben: An das Gute in uns selbst und an das Gute in unseren Mitmenschen. So ein Menschenbild braucht Mut. Es fällt uns viel leichter, ein negatives Menschenbild zu pflegen und zu hegen. Leider behandeln wir uns dann auch so und das Schlechte wird dann leider Wirklichkeit. Die Psychologen nennen das dann ‚Selbsterfüllende Prophezeiung‘.

Sie kennen höchstwahrscheinlich diese Parabel:

🐺 Ein Großvater sagte einst zu seinem Enkel: «In mir findet ein Kampf statt, ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Einer ist schlecht, böse, habgierig, eifersüchtig, arrogant und feige. Der andere ist gut – er ist ruhig, liebevoll, bescheiden, großzügig, ehrlich und vertrauenswürdig. Diese Wölfe kämpfen auch in dir und in jeder anderen Person.» Der Junge dachte einen Moment nach und fragte dann: «Welcher Wolf wird gewinnen?» Der alte Mann lächelte. «Der Wolf, den du fütterst.»

Seit einiger Zeit gehört zu meinem Tagesabschluss-Ritual, mich an die kleinen und auch größeren guten Taten am Tag zu erinnern. Ich habe dabei bemerkt, dass ich viele kleine gute Taten für selbstverständlich halte und nicht würdige. Ein buddhistischer Lehrer hat mich dieses Wochenende gelehrt, ich soll mich an diesen guten Taten erfreuen: Wieder den guten Wolf gefüttert! Auch wenn ich Gutes bei anderen sehe, kann ich mich freuen. Das stärkt auf Dauer, das Wissen um das Gute im Menschen.

Eine gute Tat von mir heute: Ein langjähriger Freund brauchte mein Ohr und meinen Rat. Erst dachte ich, ich rufe Morgen zurück. Dann habe ich mir doch Zeit für den Rückruf genommen. Er ist gerade in einer schwierigen Zeit und für ihn da zu sein, hat auch mir gutgetan.

Machen Sie mit! Erzählen Sie von Ihren kleinen oder auch größeren guten Taten.

[1] Bregman, Rutger (2020-03-09T22:58:59.000). Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit (German Edition) . Rowohlt E-Book. Kindle-Version.